Archiv für April 2010

Gas-News 26.04.2010

Montag, 26. April 2010

Ökostrom als Erdgas speichern

Bisher wird aus Gas Strom erzeugt, jetzt geht eine deutsch-österreichische Kooperation den umgekehrten Weg: Die Forscher und Unternehmer möchten zukünftig überschüssigen Strom etwa aus Windkraft und Photovoltaik als klimaneutrales Methan speichern und in vorhandenen Gasometern und Gasleitungen lagern.

Weltweit wird mehr und mehr Strom aus Wind und Sonne gewonnen. Bisher fehlt es jedoch an gut integrierbaren Stromspeichern für Ökostrom. Denn wenn der Wind kräftig bläst, speisen die Windkraftwerke mehr Strom ein als das Stromnetz aufnehmen kann.

Deutschen Forschern ist es jetzt gelungen, die erneuerbare Elektrizität als Erdgas zu speichern. Sie wandeln den Strom mit Hilfe eines neuen Verfahrens in synthetisches Erdgas um. Das Verfahren wurde vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES entwickelt.

Demonstrationsanlage läuft erfolgreich

Derzeit bereitet das österreichische Partnerunternehmen Solar Fuel Technology die industrielle Umsetzung vor. Ein Vorteil der Technik: Die vorhandene Erdgas-Infrastruktur kann genutzt werden. Eine im Auftrag von Solar Fuel in Stuttgart errichtete Demonstrationsanlage läuft bereits erfolgreich. Ab 2012 soll eine deutlich größere Anlage im zweistelligen Megawattbereich entstehen.

Das Verfahren zur Erdgasherstellung kombiniert erstmals die Technologien Wasserstoff-Elektrolyse und Methanisierung. “Unsere Stuttgarter Demonstrationsanlage spaltet aus überschüssigem erneuerbarem Strom Wasser per Elektrolyse. Dabei entsteht Wasserstoff und Sauerstoff”, erklärt Dr. Michael Specht vom ZSW. “Durch eine chemische Reaktion des Wasserstoffs mit Kohlendioxid entsteht dann Methan – und das ist nichts anderes als Erdgas, nur synthetisch erzeugt.”

Nachfrage nach neuen Speichertechniken wächst

Mit dem schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien wächst der Bedarf für neue Speichertechniken immens. Das interessiert unter anderem Energieversorger. “Bisher haben wir Gas in Strom umgewandelt. Jetzt denken wir auch in die andere Richtung und wandeln Strom in synthetisches Erdgas um”, erklärt Dr. Michael Sterner vom Fraunhofer IWES, an dem die systemtechnischen Aspekte des Verfahrens erforscht werden. “So können Überschüsse von Wind- und Sonnenenergie gespeichert werden. Denn wenn zum Beispiel der Wind kräftig bläst, erzeugen die Windräder mehr Strom als aktuell benötigt wird. Dieses Überangebot zeigt sich an der Strombörse immer häufiger durch negative Strompreise.” In solchen Fällen könnte künftig die neue Technik den Ökostrom als Erdgas vorrätig halten.

“Bei der Entwicklung der Technik hat sich das ZSW von zwei Kernfragen leiten lassen”, erklärt Michael Specht: “Welche Speicher bieten eine ausreichende Kapazität für die je nach Wind und Wetter unterschiedlich stark anfallenden erneuerbaren Energien? Und welche Speicher lassen sich am einfachsten in die bestehende Infrastruktur integrieren?”

Unkomplizierte Integration in Infrastruktur

Das Speicherreservoir des sich durch Deutschland erstreckenden Erdgasnetzes ist groß: Es beträgt über 200 Terrawattstunden – der Verbrauch von mehreren Monaten. Das Stromnetz verfügt nur über 0,04 Terrawattstunden. Die Integration in die Infrastruktur ist einfach: Das Erdgassubstitut kann wie herkömmliches Erdgas in Versorgungsnetz, Pipelines und Speicher eingespeist werden, um dann Erdgasautos anzutreiben oder Erdgasheizungen anzufeuern.

Die neue Technik will die Aufnahme hoher Anteile fluktuierender Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in das Energiesystem ermöglichen. Ein Ziel ist, die Energielieferung von Windparks plan- und regelbar zu gestalten. “Das neue Konzept ist ein wesentlicher Baustein für die Integration erneuerbarer Energien in ein nachhaltiges Energiesystem”, ergänzt Sterner. Der Wirkungsgrad bei der Umwandlung von Strom zu Erdgas beträgt über 60 Prozent. “Das ist unserer Meinung nach definitiv besser als ein vollständiger Verlust”, so Michael Specht. Ein vollständiger Verlust droht, wenn etwa Windkraft überhaupt nicht genutzt werden kann. Die bisher vorherrschende Speicherform – Pumpspeicherkraftwerke – ist in Deutschland nur noch begrenzt ausbaufähig.

Um die neue Energieumwandlungstechnik voranzutreiben, haben sich die zwei deutschen Forschungseinrichtungen mit der Firma Solar Fuel Technology aus Salzburg zusammengeschlossen. Ab 2012 soll eine Anlage mit rund zehn Megawatt Leistung entstehen.

Quelle: Verivox

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Sonntag, 18. April 2010

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Gas-News 08.04.2010

Donnerstag, 08. April 2010

Veraltete Heizungen führen zu hohen Nachzahlungen

Nach der langen Kälteperiode folgt für zahlreiche Haushalte eine böse Überraschung: die Heizkostenabrechnung. Insbesondere für Besitzer von veralteten Heizungen, die einen Wirkungsgrad von 65% oder schlechter haben, können Mehrkosten von bis zu 30% im Vergleich zu modernen Heizungen entstehen.

Besitzern von älteren Immobilien rät Dirk Mobers von der EnergieAgentur.NRW zur energetischen Sanierung. „Eine zusätzliche Dämmung der Außenwände, des Dachs oder zumindest die Dämmung der obersten Geschossdecke nach Vorgaben der Energieeinsparverordnung können den Energieverbrauch des Hauses um bis zu 60% senken. Wird darüber hinaus stärker gedämmt, zahlt sich das ebenso aus“, so Mobers. Zudem besteht nach Expertenschätzungen Handlungsbedarf, da viele Heizungen ihre Arbeit ineffizient verrichten, die meisten, weil sie zu alt sind. Mobers: „Heizkessel haben eine durchschnittliche Nutzungsdauer von 15 bis 20 Jahren.“ Mehr als ein Fünftel aller bundesdeutschen Kessel sind allerdings jetzt schon älter als 20 Jahre.

Längst haben sich moderne Systeme auf Basis regenerativer Quellen etabliert. Gerade Wärmepumpen und Holzpelletkessel erfreuen sich anhaltender Beliebtheit. Der Vorteil liegt auf der Hand: Holzpellets und Erdwärme unterliegen nicht so starken Preisschwankungen und sind vergleichsweise günstige Energieträger. Allein in Nordrhein-Westfalen werden inzwischen rund 70.000 Wärmepumpen und deutlich über 16.000 Pelletskessel betrieben. „Gerade bei Gebäuden, bei denen eine geringe Vorlauftemperatur der Heizung ausreichend ist und große Heizflächen vorhanden sind, bietet sich eine moderne Wärmepumpe aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen an,“ meint Sven Kersten, Leiter des Wärmepumpen Marktplatzes, den die EnergieAgentur.NRW im Auftrag des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie managt.

Der nächste Winter kommt bestimmt und daher ist jetzt die richtige Zeit, die längst fällige Heizungssanierung in Angriff zu nehmen und dauerhaft Geld zu sparen. Der Staat unterstützt die Sanierung alter Heizungen mit zinsgünstigen Krediten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (http://www.kfw.de) oder Zuschüssen im Rahmen des Marktanreizprogramms des Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Bafa (http://www.bafa.de).

Quelle: Verivox

Gas-News 01.04.2010

Donnerstag, 01. April 2010

eprimo bietet Gas nun deutschlandweit an

Der Gasanbieter eprimo dehnt sein Angebot zum 1. April auf das gesamte Bundesgebiet aus. Damit steigt die Anzahl der bundesweit aktiven Gasanbieter auf insgeamt acht.

Neben eprimo bieten auch E WIE EINFACH, LichtBlick, TelDaFax, goldgas, GASAG, energiehoch3 und Xool im gesamten Bundesgebiet Gas an.

Die relativ geringe Zahl der bundesweiten Gasanbieter hängt mit den Gasnetzen zusammen, die in unterschiedliche Marktgebiete aufgeteilt sind. Der Zugang zu diesen Marktgebieten ist teilweise recht aufwändig, weshalb sich viele Gasversorger auf ausgewählte Vertriebsgebiete konzentrieren. Pro Postleitzahlen stehen derzeit durchschnittlich rund 20 Gasanbieter zur Auswahl.

Quelle: Verivox