Archiv für Mai 2010

Gas-News 28.05.2010

Freitag, 28. Mai 2010

Verivox.de hat ein neues Bewertungssystem eingeführt

Ein neues Bewertungssystem für Strom- und Gasanbieter hat das unabhängige Verbraucherportal Verivox.de eingeführt. Verbraucher, die über Verivox.de gewechselt haben, können nun anderen Wechselinteressierten bei der Auswahl des besten Anbieters helfen, indem sie ihre Erfahrungen mitteilen.

Rund eine Million Kunden, die über Verivox.de einen Strom- oder Gasanbieterwechsel vorgenommen haben, wurden aufgefordert, ihren Anbieter zu bewerten. Über 140.000 Kunden haben bereits ihre Erfahrungen und Meinungen auf Verivox.de veröffentlicht. Das Ergebnis: 82 Prozent der Verbraucher würden wieder zu demselben Anbieter wechseln.

So funktioniert das Bewertungssystem

Verbraucher, die über Verivox.de gewechselt haben, erhalten nach drei Monaten eine persönliche Nachricht, in der sie um die Bewertung ihres Anbieters gebeten werden. So kann sichergestellt werden, dass hinter jeder Kundenbewertung auch ein Anbieterwechsel steht.

Verbraucher können den Service, den Preis und den Wechselprozess ihres neuen Anbieters mit jeweils 1 bis 5 Sternen bewerten. Zusätzlich kann ein Kommentar mit persönlichen Erfahrungen hinterlegt werden. Zum Schluss werden die Kunden gefragt, ob sie erneut zu demselben Anbieter wechseln würden.

Um wechselinteressierten Verbrauchern möglichst viel Information zur Verfügung zu stellen, wird auch die langfristige Entwicklung der Bewertungen eines Anbieters dargestellt. So können Verbraucher nachvollziehen, inwieweit der jeweilige Energieversorger seine Dienstleitungen verbessert hat. „Viele neue Anbieter wurden bei ihrem Marktstart von Kunden überrannt und mussten ihren Service erst nachbessern. Dass dies in vielen Fällen gut geklappt hat, zeigt die Historie unserer neuen Kundenbewertungen“, so Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox.de. (http://www.verivox.de/erfahrungen/)

Ergebnisse der Bewertungen

Von allen Energieversorgern, die zwischen 1.000 und 10.000 Bewertungen erhalten haben, schnitten in den letzten 24 Monaten die Anbieter Stadtwerke Flensburg, SWK Energie und goldgas SL besonders gut ab. 96 Prozent aller Kunden der Flensburger Stadtwerke würden sich erneut für diesen Energieanbieter entscheiden. Bei goldgas SL und SWK Energie sind es 95 Prozent aller Kunden. Zum Anbieter Bonus Strom hingegen würden nur 50 Prozent der Kunden noch einmal wechseln.

Von allen Energieversorgern mit mehr als 10.000 Bewertungen erreichten in den letzten 24 Monaten eprimo und Vattenfall den besten Wert: 89 Prozent ihrer Kunden würden sich wieder so entscheiden. FlexStrom konnte seine Kunden weniger überzeugen. 67 Prozent der FlexStrom-Kunden beantworteten die Frage, ob sie erneut zu diesem Anbieter wechseln würden, mit Ja.

Verbraucher bewerten Verivox

Auch Verivox.de möchte von den Erfahrungen der Verbraucher lernen. Mit Hilfe des Bewertungsportals eKomi haben nun alle Verivox-Kunden die Möglichkeit, ihren Anbieterwechsel über Verivox zu beurteilen. Rund 38.000 Kunden sind der Aufforderung bereits gefolgt und über 99 Prozent der Kunden sind mit dem Service sehr zufrieden.

„Das Feedback der Verbraucher ist für uns von größter Bedeutung. Natürlich freuen wir uns über die zahlreichen positiven Bewertungen, doch auch negatives Feedback schätzen wir sehr, denn es hilft uns, unsere Dienstleistungen weiter zu verbessern“, sagt Dagmar Ginzel, Unternehmenssprecherin von Verivox.de.

Quelle: Verivox

Gas-News 18.05.2010

Dienstag, 18. Mai 2010

Bundesweiter Heizspiegel 2010: Heizkosten sinken um 14 Prozent

Im Abrechnungsjahr 2009 sind die Heizkosten durchschnittlich um 14 Prozent gesunken. Damit muss jeder Haushalt im Schnitt 718 Euro für das Heizen ausgeben. Das geht aus dem Bundesweiten Heizspiegel 2010 hervor, den die gemeinnützige co2online GmbH im Rahmen der Heizspiegelkampagne gemeinsam mit dem Deutschen Mieterbund e. V. (DMB) heute veröffentlicht. Der Bundesweite Heizspiegel und ein Gutschein für ein kostenloses Heizgutachten sind auf www.heizspiegel.de und auf www.mieterbund.de verfügbar. Die Heizspiegelkampagne ist ein Projekt der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums.

“14 Prozent klingt zunächst nach viel. Doch das ist kein dauerhafter Preisrückgang. Bereits in den ersten Monaten dieses Jahres sind die Energiepreise wieder stark gestiegen”, sagt Dr. Johannes D. Hengstenberg, Geschäftsführer von co2online. Der Heizspiegel liefert Vergleichswerte zu Heizenergieverbrauch, Heizkosten und CO2-Emissionen für das Abrechnungsjahr 2009, getrennt nach Erdgas, Heizöl und Fernwärme. Mit diesen Vergleichstabellen und der eigenen Heizkostenrechnung können Mieter und Eigentümer feststellen, ob ihre gezahlten Heizkosten niedrig, mittel, erhöht oder zu hoch sind. Dafür hat co2online bundesweit knapp 80.000 Gebäudedaten ausgewertet. Das kostenlose Heizgutachten analysiert zudem die Heizkosten und prüft Überzahlungen bei den Heiznebenkosten.

Der aktuelle Heizspiegel zeigt: Durchschnittlich 620 Euro kostete das Heizen einer 70-Quadratmeter-Wohnung mit Heizöl im vergangenen Jahr. Das sind 260 Euro (-29,5 %) weniger als im Jahr zuvor. Mieter mit Erdgasheizungen zahlten mit 785 Euro 15 Euro weniger (-1,9 %), während die Heizkosten für Fernwärme auf Grund langfristiger Verträge um 20 Euro auf 860 Euro stiegen (+2,4 %). Im Vergleich zu 2008 fielen die Energiepreise im vergangenen Jahr für Heizöl um 32 Prozent und für Erdgas um vier Prozent. Die Preise für Fernwärme stiegen im gleichen Zeitraum um vier Prozent.

Der Heizenergieverbrauch ist 2009 trotz des kälteren Klimas im Vergleich zum Vorjahr um knapp zwei Prozent gesunken. “Bereits vorgenommene Modernisierungen und geändertes Nutzerverhalten sind dafür verantwortlich, sagt Hengstenberg. Die Einsparungen für Mieter und Eigentümer hätten jedoch höher ausfallen können. “Dafür müssten mehr Häuser in Deutschland besser gedämmt und mit effizienten Heizkesseln sowie funktionierenden Thermostatventilen ausgestattet werden”, so Hengstenberg. Durch diese Maßnahmen ließe sich der Heizenergieverbrauch von Altbauten um mehr als die Hälfte reduzieren.

Quelle: Verivox

Gas-News 17.05.2010

Samstag, 15. Mai 2010

Deutsches Gasspeichervolumen verdoppelt sich

Die Gesamtkapazität der deutschen Speicher für Erdgas wird sich einer aktuellen Erhebung des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) zufolge von derzeit rund 21 auf rund 37 Milliarden Kubikmeter erhöhen. Allein in Niedersachsen sind Projekte mit einem Volumen von rund 10 Milliarden Kubikmeter geplant. Unter anderem treiben die Unternehmen IVG Caverns und E.ON Storage das Projekt Etzel voran und EWE und Wingas das Großprojekt Jemgum. Auch der größte Kavernenspeicher-Standort der Welt im nordrhein-westfälischen Epe wird um 17 Salzkavernen erweitert. Unter anderem macht die im Bau befindliche Ostsee-Pipeline Nord Stream den Ausbau der deutschen Erdgasspeicherkapazitäten notwendig.

Auf der 3. EUROFORUM-Konferenz “Erdgasspeicher” (15. und 16. Juni 2010, Düsseldorf) geben Vertreter großer Speicherprojekte und Gasmarktexperten Einblicke in ihre aktuellen Projekte und diskutieren über Wirtschaftlichkeit, Wettbewerb und technische Fragen im Speicherbau. Bernd Protze (VNG Verbundnetz Gas AG) erläutert die Marktentwicklung und Zukunftsperspektiven der deutschen Gasspeicher-Landschaft und stellt die Frage nach einer möglichen Überversorgung. Die regulatorischen Auswirkungen der SoS-Verordnung und des 3. Binnenmarktpakets der EU auf die Speicherbetreiber erläutert die zuständige Referatsleiterin der Bundesnetzagentur, Dr. Stefanie Neveling.

Als Teil der Unternehmensstrategie kann ein Speicherbau auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten sinnvoll sein. Manfred Wohlers (IVG Caverns GmbH) stellt das IVG-Modell vor und erläutert Chancen und Risiken. Über die Erfahrungen von Trianel bei der Betriebsführung eines Speichers berichtet Christian E. Rohde (Trianel Gasspeicher Epe GmbH). Den europäischen Speichermarkt beleuchtet Martin Heim (Gazprom Germania GmbH). Wie Erdgasspeicher zur Beschaffungsoptimierung eingesetzt werden und zu einer strukturierten Beschaffungsstrategie beitragen können, stellt Dr. Jette Sontow (Stadtwerke Hannover AG) vor.

Quelle: Verivox

Gas-News 03.05.2010

Montag, 03. Mai 2010

Förderstopp der erneuerbaren Energien verunsichert Investoren

Nach Einschätzungen des Zentralverbandes Sänitär Heizung Klima (ZVSHK) wird die am Montag in Berlin endgültig beschlossene Haushaltssperre für das Marktanreizprogramm zur Förderung der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt Investoren und Modernisierer massiv verunsichern.

“Der Sparbeschluss des Deutschen Bundestages kommt zur Unzeit. Wie schon so oft bei haushaltsabhängigen Förderprogrammen werden die Verbraucher jetzt erstmal mit Verunsicherung und Zurückhaltung reagieren”, warnte Elmar Esser, der Hauptgeschäftsführer des ZVSHK.

Nach Meinung des Heizungsbauerhandwerks beschädigt der Förderstopp damit die nach wie vor geltenden Zielsetzungen der Bundesregierung zum Klimaschutz. “Wer zur selben Zeit Milliarden Euro für ein Griechenlandhilfegesetz frei gibt und ein erfolgreich funktionierendes Förderprogramm für den heimischen Wärmemarkt kippt, erweist der eigenen Klimapolitik eine Bärendienst”, betont Elmar Esser.

Um zukünftig modernisierungswilligen Hausbesitzern eine verlässliche Förderung von Sanierungsmaßnahmen zu bieten, will der ZVSHK seine in der letzten Woche aufgestellte Forderung nach Einrichtung eines Effizienzfonds möglichst schnell umgesetzt sehen.

“Die haushaltsbedingte Sperre der Fördermittel hat gezeigt: Wir müssen neue Wege gehen, um den Klimaschutz in Immobilien voranzubringen.” Ein Anreizsystem, das sich zum Teil aus verwirklichten Energiekosteneinsparungen speisen könnte, wäre für den ZVSHK der erste wichtige Schritt in eine solche Richtung.

Quelle: Verivox